Xtreme Heaven 2013

2013
Xtreme Heaven 4 in der offenen Kirche St.Gallen:

Datum 13.Februar – 10. März 2013 .

Für Gruppenreservationen melde man sich unter info@akj.ch /071 222 64 60

15.2.2013 Auftakt 19.30 Apéro

17.2.2013 und 3.3.2013 Paarklettern 10.30 – 14.00 Uhr

Info/Anmeldungen Paarklettern: info@safranblau.ch / 071 220 99 70

23.2.2013  ab 20.00 Uhr Nordklangfestival

10.3.2013 Schlussklettern

öffentliches Klettern

Freitag: 15.2 / 22.2 / 1.3 / 8.3 // 19.00 – 24.00

Sonntag: 17.2 / 3.3 / 10.3 / 10.3 / // 14.00 – 18.00

 

 

Samstag 3.März 2012

Spirituelle Feier mit FM1 Pfrn. Kathrin Bolt

  nicht aus der Balance bringen lassen

“Sichern ist gut, Vertrauen ist Besser”  dies das Mott des Abends, der um 19,00 Uhr mit einem Apéro beginnt und um 19.30 Uhr startet.

ein junges Team wird mit Theater und Musik die Besucher um und ins  Thema führen.

Im Anschluss kann nochmals bis 24.00 Uhr geklettert werden, denn schon am Sonntag ist der letzte Klettertag. An diesem kann nochmals von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geklettert werden.

Freitag 24.2.12:

Bernd Zangerl überzuegt mit seinem persönlichen Auftritt und der Abend wird zum kuzweiligen und interessanten Vergnügen für alle Besucher.  “Arctic Ambitions” führt den Betrachter in die Welt der Buolderer ein und spührt die Leidenschaft und das Können des Sportlers.

Im anschliessenden Interview erfährt man nicht nur etwas über die Vergangenheit und die Zukunft von Bernd, sondern lernt einen Menschen kennen, der in seiner Einzigartigkeit und der Liebe zum Klettern, den Bergen und dem Bouldersport sprüht und lebt. Für alle Beeindruckend die klettereinlage an der Kletterwand bei Xtreme Heaven. Diese macht sichtbar, wie ein absoluter Spezialist und Könner sich wie ein Tänzer an der Wand bewegen kann und in einer unglaublichen Leichtigkeit hochsteigt. Ein Abend der sich gelohnt hat!

morgen Freitag 17.2.12:

Singelklettern ab 20.00 Uhr: neue  Leute treffen und kennen lernen. Inkleinen Gruppen im Hochseilgarten klettern und sich unkompliziert begegnen. Jeder der Mitmacht bekommt zum Auftackt ein Cupli spendiert.

bitte beachtet die Öfnungszeiten
Bringt bei Schnee und Nässe ein trockenes Paar Schuhe/Turnschuhe mit. Es ist angenehmer, nicht auf nassen Geräten klettern zu müssen.
Danke.

Eröffnungsevent

Do. 9. Februar ab 17.00 – 21.00 Uhr öffentliches Abseilen beim Herren Globus St.Gallen für alle.

19.00 Uhr offizieller Eröffnungsakt : wir lassen FM1 Pfrn. Kathrin Bolt  am Seil herunter!
Mit einem Apéro  wird anschliessend zum Start angestossen. Nicht verpassen und vorbeischauen und sich selber aus dem 4. Stock beim Herren Globus in der Stadt St.Gallen abseilen lassen.

Paarklettern : Ausgebucht!

Paarklettern am 12. Febraur 2012 mit Brunch ab 10.30 Uhr

Bitte beachten: Anmeldeschluss ist der 7. Februar
Anmeldung unter info@safarnblau.ch

Im 2012 bereits zum Dritten mal Xtreme Heaven

Ort: Offenen Kirche St. Gallen, Böcklinstr. 2, 9000 St.Gallen
Öffnungszeiten:
Do: 19.00 – 24.00 Uhr (am 9. Feb. erst ab 21.00 Uhr. Eröffnungsevent findet beim Herren Globus St.Gallen statt)
Fr:  19.00 – 24.00 Uhr
Sa: 14.00 – 24.00 Uhr (am Nachmittag auch für Familien)
So: 14.00 – 18.00 Uhr (auch für Familien)
ausserhalb dieser Zeiten für Gruppen auf Anmeldung. Information:

Wo sich Himmel und Erde berühren

Xtreme Heaven 2 aus Sicht der Freiwilligen

von Mateja Zupancic

Am Sonntag, 6. März, öffnete die Kletterkirche zum vorerst letzten Mal ihre Tore: An der Böcklinstr. 2 in St. Gallen stand der abschliessende Special Event auf dem Programm, Fonduegenuss im Klettergurt direkt über dem Abgrund. Nichts für Furchtsame und Unsportliche! «Wirklich bequem ist es nicht gewesen», seufzt eine der kletternden Besucherinnen erleichtert, als sie wieder festen Boden unter den Füssen spürt.

Ob es allen so ging? Den ganzen Sonntagnachmittag konnte man zwischen hängendem Baumstamm und Spaghettikletterwand sein Geschick im frei schwebenden Hantieren mit der Fonduegabel testen. Auch einige der Helfer wagten das Essen am wackligen Tisch. “Herausforderung der Balance“, grinst einer, „Als sie mich wieder runter liessen, hat alles gekribbelt, ich konnte nicht mehr stehen“, erzählt der Zivildienstleistende Severin, 19. Was bewegt junge Menschen eigentlich dazu, sich freiwillig für ein kirchliches Projekt zur Verfügung zu stellen? Safranblau hat einige der jungen Leute befragt, die mitgearbeitet haben: Ohne 300 Stunden Freiwilligenarbeit wäre Xtreme Heaven 2 nicht möglich gewesen.

Gründe für kirchliches Engagement
Matthias Stober, 29, Klettertrainer und Polymechaniker, überlegt nicht lange: „Xtreme Heaven 2 spricht genau die Leute an, die ich erreichen möchte.“ Lotti Gerber, 31, MA in internationalen Beziehungen (HSG), führt als Hauptmotivation das Kennenlernen neuer Leute an. 2010 kletterte sie als Besucherin, um darauf hin 2011 selbst aktiv beim Sichern mitzuarbeiten. Severin Mayrhofer wollte sich in den Bereichen Kirche und Glauben engagieren und bewarb sich auf den Projektbeschrieb der Kletterkirche. Anna Baumann, 19, in Ausbildung an der Fachmittelschule mit Schwerpunkt Gesundheit und Selma Weibel, 19, im Ausbildung zur Fachfrau für Betreuung schätzen vor allem die stets zu einem Spass aufgelegten Kollegen, die sie in der Kletterkirche treffen. Michael Randl, 24, studiert Sportmanagement und war für Xtreme Heaven 2 Hauptverantwortlicher hinsichtlich technischer Aspekte des Klettergartens. Er meint, es hätte ihn beim ersten Anlass gereizt, einen Monat im Ausland zu arbeiten. Gleichzeitig war es eine neue Erfahrung, den Kletterseilgarten nicht draussen, sondern in einem geschlossenen Raum aufzustellen. Bei Xtreme Heaven 2 war die Motivation stärker vom Wiedersehen bekannter Gesichter und dem relaxten safranblau-Ambiente geprägt.

Matthias

Sternstunden in der Kletterkirche
Gefragt nach ihrem besten Erlebnis nennt Lotti Gerber die Atmosphäre im Team, die gegenseitige Hilfsbereitschaft. Das Balancieren auf dem Pamper-Pole war eher eine schwierige Erfahrung, die sie gleichzeitig auf neue Art mit den Kletternden solidarisiert habe. Anna gefiel das Fondue in der Luft ausnehmend gut. Die ruhigen Phasen empfanden sie als herausfordernd. Auch die Tanzeinlagen der Dance Factory aus Romanshorn fanden Anklang. Michael nennt das Motivationsseminar für Schulabbrecher und Arbeitslose, bei dem er sich als Trainer am intensivsten gefordert sah: „Vierzehn motivierte Einzelpersonen, die meine Vorschläge sofort umsetzten, das war ausgesprochen beeindruckend.“ Auch das Seminar „Sicher zusammen-zusammen sichern“ zum Valentinstag beschreibt er enthusiastisch als ideale Gelegenheit, gleichzeitig auf sportlicher und reflektierender Ebene in die eigene Beziehung zu investieren.
Severin bleiben vor allem jene Kletternde in Erinnerung, die dank der Gruppe trotz mangelndem Selbstwertgefühl über ihre Grenzen hinausgewachsen seien. Gleichzeitig fördere es auch das Image von Kirche unter den Jungen: Allein die Tatsache, dass Kirche so etwas ermöglicht, löse Staunen aus und stelle Kirchenklischees in Frage.
Matthias nennt stellvertretend für viele schöne und berührende Erlebnisse eine Firmgruppe. Die Begleitperson wagte sich trotz dem zuerst misslungenen Aufstieg ein zweites Mal auf den ca. 5m hohen Pamper-Pole. Oben angekommen, schien die Angst wieder überhand zu nehmen. Die Schüler gaben ihr Tipps und fieberten mit. Als sie sich zum Schritt in die Leere überwand, ging eine Welle der Anerkennung durch das Publikum. Dieses Jahr sei der Ablauf besser organisiert gewesen, erzählt Matthias weiter, während 2010 der experimentelle Charakter stärker im Vordergrund gestanden hätte.

Anna

Ortswechsel ins Stadtzentrum
In Bruggen habe sie den Raum stärker als Kirche wahrgenommen, meint Lotti, dafür sei die Offene Kirche hinsichtlich ihrer zentralen Lage besser erreichbar. In der aktuellen Statistik von safranblau wurden ungefähr 200 Personen pro Woche erreicht. Das sind im Vergleich mit dem ersten Jahr 20 – 30 Personen zusätzlich.
Was gefehlt habe dieses Jahr, wirft Matthias ein, sei der 25 Meter hohe Kirchenturm der Kirche in Bruggen gewesen: Das Abseilen war eine Attraktion, stimmt Michael zu, vor allem wenn die Kirchenglocken die volle Stunde geschlagen hätten. Dieses Jahr hätten sich zudem mehr Gruppen angemeldet, da der Bekanntheitsgrad von Xtreme Heaven 2 und safranblau gestiegen ist durch das grosse Interesse im vorhergehenden Jahr. So nutzten 60 Prozent der Besucher von 2010 das Angebot erneut. Oft schauten Neugierige auch kurz in die Kirche hinein.

Selma

Klettern und Glauben: Gibt es Parallelen?
Matthias nennt in erster Linie Vertrauen, das sowohl beim Klettern wie auch im Glauben wichtig sei. Ein Wagnis gehört in beiden Fällen dazu: „Man kann seinen Glaubensweg nicht planen“, sagt er überzeugt. „Ich als Klettertrainer kann die Leute dazu motivieren, über ihre Grenzen hinauszuwachsen – das ist doch genial.“ Sich auf etwas einlassen, wo man nicht so recht weiss, wie es rauskommt, beschreibt Lotti als gemeinsamen Nenner von Klettern und Glauben. Gerade auf dem 5 m hohen, wackligen Pamper-Pole gewinne die Frage nach dem Tragenden teils unangenehm an Aktualität. Laut dem Zivildienstleistenden Severin ist Vertrauen zum Team vor allem bei der Jakobsleiter unabkömmlich, das sich aufeinander verlassen und gegenseitig stützen. Andererseits kämpft sich auch hier manch einer lieber alleine nach oben.
Risikobereitschaft und Selbstbewusstsein nennt Michael als Stützpfeiler in beiden Bereichen. Ebenso werden Gemeinsamkeit und Teamfähigkeit gefördert: Man bekomme Halt vom jeweils Anderen, wisse, dass man aufgefangen werde. Die beiden jungen Frauen Selma und Anna sehen den Glauben an sich selbst als zwingende Voraussetzung, wenn man weiterkommen will: Gleichzeitig gehe es nicht ohne Vertrauen in denjenigen, der einen sichert.

„Xtreme“ oder „Heaven“?
Für Lotti ist es das Ausserordentliche, das im Rahmen des Projektes einen Schwerpunkt bilde: „Das ist gleichzeitig auch mein Hauptkritikpunkt, es ist schwierig, anderen Leuten rüber zu bringen, dass Xtreme Heaven auch zur Auseinandersetzung mit dem Glauben anregen will.“ Die Hemmung, über das Thema Glauben ins Gespräch zu kommen, könne man eventuell überwinden, wenn auch andere sich outen, sagt sie. Auch für Anna und Selma ist das Besondere eines Klettergartens in der Kirche im Vordergrund. Es brauche teils grossen Mut für Nichtkletterer, in den Klettergurt zu steigen, erzählen sie. Da der Schauplatz des Geschehens eine Kirche ist, sieht Klettertrainer Matthias inhaltlich den Schwerpunkt im religiösen Bereich. Berufskollege Michael gefällt gerade die Mischung aus dem Besonderen und Himmlischen, die man hier vorfinde und so auch beide Themen rüberbringen könne.

Lotti

Xtreme Heaven 2 in einem Satz…
„…Anders als das, was man erwartet“, ist Lotti überzeugt. Laut Anna und Selma war Xtreme Heaven 2 spannend und lustig, ein Angebot an neuen Erfahrungen und Erlebnissen. „Der gelungene und gleichzeitig unkonventionelle Versuch, Grenzerfahrungen und Werte zu vermitteln“, meint Matthias. „Ein einzigartiges Projekt, das noch Verbesserungspotential hat, aber unbedingt wiederholt werden sollte“, ist das Statement von Michael. Die vielstimmige und positive Einschätzung lässt auf eine Fortsetzung der himmlischen Erfolgsgeschichte im kommenden Jahr hoffen.
(safranblau/maz)

Xtreme Klettern in der offenen Kirche st.Gallen

Die 2. Auflage von Xtreme Heaven findet vom 11. Februar bis 6. März 2011 (Do. - So.) in der offenen Kirche statt.
Böcklinstr. 2, 9000 St.Gallen

Fonduegenuss in den Seilen 6.März 2011

Zum Schlussklettern heissen wir euch willkommen zum kulinarischen Balanceakt im Klettergurt. Zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr kannst du nochmals zu einem Höhenflug der Extraklasse starten: Wir offerieren dir zum Klettereintritt ein Fondue fast über dem Abgrund. Bis zu vier Personen können frei schwebend am Tisch die Fonduegabel rühren. Natürlich ist wieder Schwindelfreiheit gefragt und auch die Freude am Experiment kommt nicht zu kurz. Nutze die letzten Stunden im Hochseilgarten und lade deine Freunde zu diesem ausserordentlichen Erlebnis ein. Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich.

Bernd Zangerl, den wir angefragt hatten für das Schlussklettern, kann mit seinem neusten Film aufgrund der Filmrechte leider nicht kommen.

Opening-Party 11.2.2011

Klettern ab 19 00 Uhr

Musik und Tanz ab 21 00 Uhr
mit

Dancefactory4you / HipHop + Breakdance

DJ Sandra L’amour – House

DJ i-kim RNB + HiopHop

Lounge und safranBar

Spezialevents
zusammen sichern / sicher zusammen

sich zum Valentinstag etwas gönnen:
Paarklettern/ 13. Februar Xtreme (Paar)Klettern in einmaliger Umgebung
Offene Kirche St.Gallen, Böcklinstr. 2, beim Unteren Graben

Mach dir und deinem Partner ein besonderes Geschenk zum Valentinstag!
Auf unterhalstame Weise vertieft ihr eure Beziehung beim Brunch,
beim Impuls durch eine Fachperson und beim Klettern.

10 30 Uhr    Brunch
11 15 Uhr    Impuls
11 45 Uhr   Einführung ins Klettern
12 00 Uhr   Klettern
13 00 Uhr   Reflexion
14 00 Uhr   Schluss

Kosten Fr. 50.- pro Paar

Flyer_sicher zusammen/zusammen sichern

Anmeldeschluss 8. Februar 2011
Hier klicken zum Anmelden oder für Fragen

Kinofilm “Am Limit”

Kletterfilm mit Thomas und Alexander Huber

Mittwoch 23. Februar 20 00 Uhr im ehemligen Kinok, Grossackerstr. 3, 9000 St.Gallen

Die “Huberbuam”, zählen zu den weltweit besten Extremekletterern unserer Zeit. In bisher nie gefilmten Höhen, begleitet sie der preisgekrönte Kameramann, Pepe Danquart, beim Versuch an der “Nose” (Kalifornien) den Rekord im Speed-Klettern zu brechen.

Flyer_am Limit

Vorverkauf:
Roth Bergsport, Edisonstr. 9, 9015 st.Gallen
safranblau, Magnihalden 9, 9000 St.Gallen

Warum Xtreme Heaven 2010 eine Erfolgsgeschichte war …

Autor: Corina

 … wegen all den glücklichen Gesichtern der Kletternden, die mit Mut, Vertrauen und der Unterstützung ihrer Kollegen oben an der Jakobsleiter oder dem Pamper Pole angekommen sind, den beiden schwierigsten Übungen im Hochseilgarten.

 … weil die Medien das Projekt zum Anlass nahmen, kritische Fragen zu stellen und eine Diskussion über die Kirche und ihre Aufgaben anstiessen.

 … weil innert kürzester Zeit aus einem zusammengewürfelten Haufen unterschiedlichster Leute ein Team entstanden ist, in dem sich alle wohlfühlten, in dem man Hand in Hand arbeitete und in dem alle am selben Strick zogen (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes). Ob das an der Kirche lag oder am Hochseilgarten oder an der Kombination von beidem? – Schwer zu sagen. Fest steht nur, dass auch die Mitarbeitenden aus der Zeit bei Xtreme Heaven alle etwas wertvolles mitnehmen: gute Gespräche, neue Ideen, andere Perspektiven, schöne Erinnerungen.

 … wegen Geschichten wie jener von Sonja, der Aussenseiterin mit Höhenangst, die sich trotzdem getraut hat, die sich mit schweissnassen Händen und zittrigen Knien über die Swinging Steps kämpfte und am Ende vor Freude über ihren Erfolg fast in Tränen ausbrach.

 … wegen der jungen Frau, die ihr Abschiedsfest vor einem langen Auslandaufenthalt mit ihren Freundinnen und Freunden bei Xtreme Heaven feierte.

 … weil der Ersatz-DJ, der kurzfristig für seinen erkrankten Kollegen eingesprungen war, nicht nur Platten auflegte und sein Programm abspulte, sondern sich zu fortgeschrittener Stunde spontan an den Flügel setzte und ein feines Privatkonzert gab.

 … weil das Projekt auch Platz liess für Leute, die eigentlich nicht zum Zielpublikum gehört hätten – zum Beispiel die über 70jährige Frau, die sich am Sonntag nach der Kirche ohne mit der Wimper zu zucken vom Kirchturm abseilen liess und den Pamper Pole, eine der schwierigsten Übungen im Hochseilgarten, bravourös meisterte. Oder die Grossmama, die einen ganzen Nachmittag in der Kirche verbrachte und mit ihren beiden kleinen Enkeln alle anderen Kletterer und Kletterinnen unterhielt.

 … wegen all den Menschen, die „ihr“ Gotteshaus hergegeben haben für ein Projekt, mit dem sie vielleicht zuerst Mühe hatten, die aber bei einem kritisch-neugierigen Besuch plötzlich von der angenehmen Stimmung in der Kirche angesteckt wurden und beruhigt wieder aus der Kletterkirche gingen.

… weil in der Kirche Bruggen während fünf Wochen ein anderer Wind wehte. Weil die schweren Kirchenbänke dem neun Meter hohen Metallgerüst Platz machten und unter der Empore aus Europaletten, Glasplatten und Lederpolstern eine stimmungsvolle Lounge mit Bar und DJ-Pult entstand. Weil beim Glockenstuhl im Kirchturm eine Abseilstelle eingerichtet wurde, wo sich die Unerschrockenen über 25 Meter abseilen lassen konnten. Weil das alles die Kirche nicht zum Partytempel oder zur hippen Event-Location machte, sondern sie mit neuem Leben füllte und Raum bot für gute Erlebnisse. Und weil unter dem Hochseilgarten trotzdem Gottesdienst gefeiert wurde – vor vollen Reihen.

Fondue in den Seilen

Am Sonntag, 6. März findet von 14.00 – 18.00 Uhr  in der Offenen Kirche an der Böcklinstr.2 der letzte Special Event von Xtreme Heaven 2 statt: Übe deine Multitaskingfähigkeit beim Fondue-Essen im Klettergurt ohne deine Brotbrocken im Käsemeer zu verlieren. Und sollte dein Fondue trotzdem im luftleeren Raum landen: Relax, take it easy! Für Gruppen ist eine Voranmeldung bei info@safranblau.ch ideal.

Halbzeit bei Xtreme Heaven

Eine Zwischenbilanz

Schon nach gut zwei Wochen soll hier die Aussage gewagt sein: Xtreme Heaven ist zur Erfolgsgeschichte geworden. Seit der Eröffnung am 4. Februar hat das Projekt in der Kirche Bruggen in St. Gallen über 480 Besucherinnen und Besucher erreicht – manche davon als staunende Beobachter, die meisten aber als aktive Kletterer und Kletterinnen.
Auch das Medienecho war beträchtlich und hat Xtreme Heaven in der ganzen Schweiz zum Thema gemacht: Das Spektrum reicht von Berichten in St. Galler Tagblatt, 20minuten und der Schweizer Familie bis hin zu Reportagen von Schweiz Aktuell und Tele Ostschweiz oder Radiobeiträgen in der Westschweiz.
Zur Halbzeit von Xtreme Heaven stand am vergangenen Samstag, 20. Februar 2010, ein besonderes Highlight auf dem Programm: Gemeinsam mit ihrer Entourage haben die aktuellen Anwärterinnen auf den Miss-Ostschweiz-Titel den Hochseilgarten in der Kirche Bruggen besucht. Dabei absolvierten die meisten der zwölf Finalistinnen nicht nur die verschiedenen Stationen des Hochseilgartens, sondern liessen sich als Höhepunkt vom über 20 Meter hohen Kirchturm abseilen. Zur Galerie.

Katholische Kirche Schweiz

Klettern in der Kirche?! In St.Gallen können Jugendliche und junge Erwachsene in der Kirche klettern.
Ermöglicht ein solcher Event wirklich eine Glaubenserfahrung? Mehr zum Bericht.